Markus Emanuel Zaja

Leben und Werk

Markus Emanuel Zaja wurde 1964 als fünftes Kind aus oberschlesisch-galizischer und polnischer Abstammung in Lüneburg/Niedersachsen geboren.
Nach jugendtypischem Flöten-, Klavier-, Orgel- und Saxophonunterricht studierte er bis 1989 an der Universität Göttingen Musikwissenschaft, Geschichte und Soziologie.

1990 war er Preisträger beim Internationalen Jazzworkshop in Trier. Er belegte Workshops u. a. bei Wolfgang Engstfeld, Wollie Kaiser und Joachim Ullrich.

1991 erfolgte die Übersiedelung in die Ruhrmetropole, wo er zunächst in Essen, seit 2014 in Mülheim an der Ruhr als freischaffender Musiker tätig ist. Es folgten Studien im Fach Kammermusik bei Theo Jörgensmann an der Universität Duisburg sowie Klarinettenstudien bei Theo Jörgensmann und Perry Robinson (New Jersey).

Im Jahr 1993 erhielt er ein erstes Stipendium der Stadt Essen, „Künstlerwohnung Schloß Borbeck“. 1993 begann er eine rege Konzerttätigkeit, auch als Mitveranstalter des Essener Festivals „Quadratur des Kreises“ 1996 in der Zeche Zollverein.

1995 wurde sein Stipendium der Stadt Essen „Künstlerwohnung Schloß Borbeck“ verlängert. Er trat beim Jazzfestival Leipzig mit dem Vokalquartett „Timbre“ auf und verfertigte seine Skulpturenserie Die Platonischen Körper für die Kölner Galerie Schüppenhauer. Dazu entstand eine Komposition für Sopraninosaxophon.

1996 war er zum „Internationaal Orgelimprovisatie Concours“ in Haarlem/Niederlande eingeladen. Ein Jahr später hatte er die künstlerische Leitung der „Katernberger Orgeltage“ im Kunstschacht Zollverein inne.

Im Jahr 2000 spielte er beim Bachfest Leipzig mit dem Vokalquartett „Timbre“ an der neuen Woehl-Orgel der Thomaskirche. Es folgten zahlreiche Konzerte in Galerien, Kirchen und Domen des „Alten Europa“.

Von 2007 bis 2012 war er Lehrbeauftragter für das Fach Saxophon an der Folkwang Universität der Künste in Essen.

Mit dem Akkordeonisten Ralf Kaupenjohann (Duo kẑrme), Konzert- und Forschungsreise nach Wien 2016 (u. a. Werkbuchcafé) und Konzertreise nach Lublin im Mai 2017. Dort Tonaufnahmen in der Synagoge Jeschiwa Chachmei und dem Staatsmuseum Majdanek.

Im Frühjahr 2018 führte eine Forschungs- und Konzertreihe mit dem Duo kẑrme und dem Dokumentarfilmer Tom Briele nach Südostengland und London.

Lehrtätigkeit

2007–2012: Lehrauftrag Saxophon an der Folkwanf Universität der Künste

2008–2012: Lehrauftrag an der Bischöflichen Kirchenmusikschule Essen

Vorträge und Seminare für diverse Bildungswerke und den DGB

Konzertprogramme

Interreligiöses Projekt „Klangwelten“ der Rochuskirche Köln für die EXPO 2000; nach Aufführungen u. a. im Hohen Dom zu Trier zuletzt realisiert im Gasometer Oberhausen und beim Kölner Brückenfestival im Mai 2016

2010: Solokonzert im Dom zu Speyer, dem größten romanischen Dom der Welt

2011: Subsonisches Solo für Altsaxophon im Situativen Brachlandmuseum, Bochum

2012: Trinkhallen Tour Ruhr 2.0 (zahlreiche Konzerte mit drei improvisierenden Baßklarinetten in den Kiosken des Ruhrgebiets)

2013: Trinkhallen Tour Ruhr 3.0

2014: Trinkhallen Tour Ruhr 4.0

2015: Trinkhallen Tour Ruhr 5.0

2015/2016 Musik für Sopransaxophon Solo und Baßklarinette mit Domorganist Ulrich Brüggemann und Tenor Ulrich Cordes im Hohen Dom zu Köln

2017 „Die Sieben Pforten“ – Projekt mit der Formation shtetl über den 118. Psalm mit Prof. Dr. Dr. Daniel Krochmalnik

 

Tonträger

1996 „Remains of an Absent Heart“ Orgelsymphonie in 16 Teilen zum gleichnamigen Werk von Helmut Löhr (Multiple, Auflage 25 Stck., nicht mehr im Handel)

1998 „Ich bin da – Meditationen für Saxophon Solo zum Ökumenischen Kreuzweg der Jugend 1998“; jhd 56676

2000 „klangwelten“, CD zum Programm auf der Expo2000

„Das Licht nennt sich Schatten des lebendigen Lichtes. Sieben Betrachtungen für Sopransaxophon vom Markus Zaja im Dialog mit Gesängen des Gregorianischen Chorals“; BKMS Essen

2008 „Symphony of corresponding hearts“ nach Collagen von Helmut Löhr an der Silbermann-Orgel von Schloß Burgk, Burgk (Multiple, Auflage 20 Stck., nicht mehr im Handel)

2001 „Somewhere“ mit Thomas Horstmann (Git., Synth.) und Markus Zaja (Sax.)

2015 kẑrme: „6032 32513“ mit Ralf Kaupenjohann (Akk.) und Markus Emanuel Zaja (Klar.)

2017 „akkordeonherbst 2016“; CD-Sampler der gleichnamigen Konzertreihe. Darauf drei Moritaten mit Ralf Kaupenjohann (Akk.), Markus Emanuel Zaja (Klar.) und Norbert Zajac (Stimme)

Weblinks

Website des Duos kẑrme mit dem Akkordeonisten Ralf Kaupenjohann

Webseite des Ensembles shtetl

 

Klarinette

 (Bilder auf dieser Seite mit freundlicher Genehmigung von Georg Oleschinski)